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Kurzcharakteristik Mönchfeld

Das Mönchfeld
Früher ein kinderreicher - heute ein seniorenreicher Stadtteil
Geschichte:
Laut Stadtarchiv gehörte der Höhenrücken zwischen Freiberg und Mühlhausen im Mittelalter den
Klöstern St. Gallen, bzw. Lorch. Von jeder Ernte musste ein Zehntel (der "Zehnte") an die
Mönche abgeliefert werden. Zwischen 1956 und 1964 wurde hier ein 46 ha großes Wohngebiet
errichtet nach dem Leitbild einer "gegliederten und aufgelockerten Stadt".
Charakteristisch dafür ist einmal die Erschließung über Ringstrassen, von denen Stichstrassen
zu den Wohngruppen abzweigen. Zum anderen gehört zu diesem Leitbild auch die Trennung von
Fahrverkehr, Fußgängern und Parkierung. Errichtet wurden rund 1300 Wohneinheiten, die sich auf
drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser verteilen. Dazu kommen drei
Hochhäuser mit 17 und 14 Stockwerken.
Einrichtungen / Infrastruktur:
2 Schulen, 3 Kindergärten, evangelische und katholische Kirche, zwei Altenheime (St. Ulrich,
Wohnstift Mönchfeld), Jugendhaus M9
Spielplätze: Plätzle (neu seit 2002), Spielplatz an der Hechtstrasse (2003 neu renoviert)
Bürgerschaftliches Engagement: Runder Tisch Mönchfeld, Kunstkreis Kirche
Daten / Besonderheiten:
Einwohner 1964: 5166 (einer der kinderreichsten Stadtteile)
Einwohner 2002: 2986 (Rückgang um knapp 43%)
Einwohner 2005: 2916 (Stand Mai 2005)
1998 sind von den wahlberechtigten Einwohnern 54,7% älter als 60 Jahre (Gesamtstadt 32,2%)
Anteil ausländischer Mitbürger: 1970: 3,4%, 2002: 17% (Gesamtstadt 23,9%)
Probleme:
Der Einwohnerrückgang trifft zwei Einrichtungen besonders:
Das einst attraktive Ladenzentrum leidet unter hohem Kaufkraftschwund mit der Folge von
Ladenschließungen. Die evangelische Kirche hat nur noch knapp 1000 Gläubige mit der Folge von
Personalkürzungen und einer möglichen Schließung des Gemeindehauses.
Perspektiven:
Im Rahmen der Sozialen Stadt sind einige Projekte auf den Weg gebracht. In den Jahren 2004/2005 wurde
die Stadtbahn U5 bis Mönchfeld verlängert. Beim Ladenzentrum wird über ein neues Nutzungskonzept
nachgedacht (Dienstleistungen im Senioren- und Gesundheitsbereich). Und auch für das evangelische
Gemeindehaus wird über die Soziale Stadt nach einem Weg gesucht, die Einrichtung für die Bürger
zu erhalten.
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Stand: 10. März 2006
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