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22.09.2015, 19:00 Uhr: Bürgerabend - "Fit bis ins hohe Alter"

So lautete das Thema für den Bürgerabend am 22.09.2015 im Bürgerhaus.

Frau Melanie Strauß, Ergotherapeutin und Frau Sonja Paul, Ergotherapeutin und Gymnastiklehrerin, beide vom Haus St. Ulrich in Mönchfeld, sind gleich mit der richtigen Frage in das Thema eingestiegen: Wo fängt Alter an?

Dazu gibt es vielfältige Antworten und Ansichten, zum Beispiel wenn man in Rente kommt oder man ist so alt, wie man sich fühlt oder nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab 65 Jahren. Auf die Frage an die Teilnehmer/innen am Bürgerabend, wie man merkt, dass man älter wird, kamen sehr unterschiedliche Antworten zum Thema:

Es geht alles langsamer und die Beweglichkeit wird schlechter.
Das Sehen und Hören wird schlechter.
Die Merkfähigkeit lässt nach.
Man ist nicht mehr so flexibel.
Die körperlichen Kräfte lassen nach.

Wenn im Bus oder Straßenbahn jemand aufsteht und den Platz anbietet.

Gemeinsam mit den Anwesenden haben die beiden Referentinnen dann nach den Ursachen gefragt und dabei sind diese Hinweise aufgezeigt worden:
Die Atmung wird schwerer; Atemnot bei Belastung.
Herz und Kreislauf machen sich bemerkbar:
Die Motivation lässt nach – Lustlosigkeit wird signifikant.
Vieles ändert sich, auch durch Krankheiten im Alter, wie z.B.: Arteriosklerose, Schlaganfall, Grauer Star usw.
Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Rauchen, Alkohol usw. verschlimmern diese Symptome.

Im nächsten Schritt wurde diskutiert, dass jeder/jede etwas dagegen tun kann, zum Beispiel viel körperliche Bewegung, Gedächtnistraining, Teilhabe am gesellschaftlichen Umfeld. Hier sollte das Zitat von Frau Strauß eingefügt werden.

Dazu gab es dann gleich unter aktiver Beteiligung aller Anwesenden praktische Übungen, die man auch im Sitzen und Stehen auch zu Hause machen kann mit vielfältigen Bewegungsübungen mit und ohne Hilfsmittel (z.B.: kleine Hanteln, Gymnastikband, Plastikrohre (Brasil), Handball mit Noppen und flexiblem Inhalt, Übungen für die Gleichgewichtsprophylaxe usw.). Mit solchen Übungen kann die Gefahr von Stürzen entscheidend verringert werden und jeder kann damit viel gegen Arteriosklerose und Osteoporose tun. Grundsätzlich hat viel Bewegung (Bewegte Apotheke in Mönchfeld, Spazierengehen, Wandern, Radfahren, Gymnastik usw.) immer positive Auswirkungen auf die Gesundheit.
Neben der körperlichen Fitness darf aber die geistige Fitness nicht vergessen werden, da im Alter auch die Konzentration und Merkfähigkeit nachlassen und Neues schwerer erkennbar und akzeptiert wird. Auch hier, meinten die beiden Referentinnen, gibt es viele Möglichkeiten, sich geistig fit zu halten, wie zum Beispiel:
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Gesellschaftsspiele (Memory, Frage- und Antwortspiele, Stadt/Land/Fluss, Buchstabenspiel usw.). Gespräche und Erzählungen von früher. Tanzen, Schunkeln und Singen in Gesellschaft sowie Musik (Klassik und Schlager). Aber auch künstlerische Tätigkeiten wie Basteln, Malen und musizieren gehören dazu.

Jeder muss selbst wissen, was für ihn richtig und wichtig ist.

Rudolf Winterholler

Angehängte Bilder: